Wie steht es um deine Selbstfürsorge? Wie sehr achtest du auf dich und sorgst dich um dich? Gut möglich, dass es noch Luft nach oben gibt. Nicht nur bei dir, auch bei mir. Hierbei geht es nicht nur darum, dass du oft mehr für andere als für dich machst. Es geht hier auch um den Druck, den wir uns machen und dem selbstverursachten Stress, dem wir uns aussetzen.

Dabei würde es mit mehr Selbstfürsorge so viel leichter gehen. Ja, ich weiss, leichter gesagt als getan. Doch lass uns einen Versuch starten und uns dieses Thema so richtig zu Herzen nehmen. Es wird Zeit für mehr Selbstachtung und einen liebevolleren Umgang mit uns selbst. Was dir dabei hilft, erfährst du in den folgenden 5 Tipps.

 

Tipps Nr. 1: Reflektiere dein Leben und entscheide dich für mehr Selbstfürsorge

Sorgst du bereits gut für dich? Nimmst du dich und deine Bedürfnisse wichtig? Oder gehst du immer wieder über deine Grenzen und achtest andere Menschen mehr als dich selbst? Am besten nimmst du hierfür die Vogelperspektive ein und schaust auf dein Leben. Achte dich darauf, wie oft du liebevoll mit dir umgehst und gut für dich selbst sorgst. Sei ganz ehrlich zu dir. Wenn du nun den Eindruck hast, dass du zu streng zu dir bist, dich oft hinten anstellst und manchmal ganz schön hart zu dir bist, dann ist es gut, dass du dies jetzt erkennst. Nur was wir klar vor uns sehen, können wir auch verändern.

Entscheide dich dafür, liebevoller mit dir umzugehen und dich selbst mehr zu achten. Triff mit dir selbst die Vereinbarung, dass du die Selbstfürsorge wichtig nehmen willst. Schreib dir auf, in welchen Bereichen deines Lebens, dir mehr Selbstfürsorge gut tun würde und beginne dort, besser auf dich zu achten. Wie ich immer sage, lieber kleine Schritte vorwärts, anstatt eines grossen Sprungs, der dich überfordert. Starte besser damit, kleine Dinge zu verändern. Denn es darf auch sanft und leicht gehen.

 

Tipp Nr. 2: Schluss mit dem hausgemachtem Druck

Ich stimme für mehr Leichtigkeit und Entspannung. Hast du dich einmal dabei beobachtet, wie du völlig verrückt etwas hinterher rennst, nur weil du denkst, dies muss jetzt unbedingt noch erledigt werden? Hätte es nicht auch gereicht, dies auf morgen zu verschieben? Wahrscheinlich schon, doch wir sind Meister darin uns selbst Druck zu machen. Immer höher, weiter, schneller… Du kannst dir bestimmt denken, was dies mit dir macht. Es brennt dich aus, macht dich langsamer und unproduktiver. Selbstfürsorge bedeutet für mich, die Dinge einfach Mal stehen zu lassen und dir die verdiente Pause zu gönnen.

Denn in der Regel ist es ja nicht so, dass du zu wenig machst. Du machst zu viel und denkst, wenn ich dieses oder jenes noch reinquetsche, bekomme ich mehr Kunden, mehr Aufmerksamkeit, mehr Anerkennung etc. Nur sieht die Realität anders aus. Wenn du lernst, dich zwischendurch zu entspannen, gut für dich zu sorgen und Dinge zu tun, die dich glücklich machen, erreichst du viel mehr. Deshalb lass den hausgemachten Druck hinter dir, entscheide dich für mehr Selbstfürsorge und vertraue darauf, dass das was du tust, völlig ausreichend ist.

 

Tipp Nr. 3: Lebe deine Weiblichkeit

Fürs männliche steht alles, was mit Kraft, Stärke und Leistung zu tun hat. Wir Frauen, haben verlernt, das weibliche in uns zu stärken. Alle Menschen haben beide Anteile in sich, doch oftmals ist der männliche Anteil, gerade in der leistungsorientieren Arbeitswelt stärker ausgeprägt. Unter dem weiblichen Prinzip verstehen wir das Empfangen und das Passive. Sie ist aufnehmend, kreativ, umwandelnd und heilend.

Beim schreiben dieser Worte wird mir wieder bewusst, wie stark ich mich selbst dem männlichen Prinzip verschrieben habe. Dabei ist doch gerade das weibliche so wundervoll und tiefgründig. Das weibliche lässt geschehen, ist im Vertrauen und hält die Hände offen, um zu empfangen. An zu wenig Leistung mangelt es uns in der Regel nicht. Doch an zu wenig Vertrauen und Hingabe.

 

Lerne loszulassen und Neues zu empfangen

Das Leben gibt, wenn du bereit bist loszulassen und Neues zu empfangen. Halte deine Hände und dein Herz weit offen und es wird dir gegeben. Vor allem erinnere dich immer wieder daran, dass Selbstfürsorge bedeutet, dass du gut für dich sorgst. Was fühlt sich leichter an, als vertrauensvoll zu leben und dich den Dingen zu widmen, die dein Herz aufblühen lassen. Wir dürfen wieder lernen zu empfangen. Uns auf das zu besinnen, was uns als Frauen ausmacht. Es ist ein langer Weg, oft ärgern wir uns und sind verzweifelt, weil wir doch schon so viel machen. Doch genau das ist es ja, wir machen und machen und nehmen uns keine Zeit für uns. Anstatt noch mehr zu tun, lasst uns wieder lernen vertrauensvoll loszulassen und zu empfangen, was uns gegeben werden soll.

 

Tipp Nr. 4: Achte dich selbst als den wichtigsten Menschen

Wenn du beginnst, dich selbst mehr zu achten und wertzuschätzen, fällt es dir viel leichter, Nein zu sagen. Es fällt dir viel leichter, deine Grenzen zu setzen und für dich zu sorgen. Sprich deine Bedürfnisse aus. Niemand, wird wissen was du brauchst, wenn du es nicht aussprichst. Erlaube es dir selbst, dich wichtig zu nehmen. Wenn du das Gefühl hast, dass du dich nicht so wichtig nehmen darfst und andere wichtiger sind als du, dann lass uns darüber sprechen. Denn oftmals stecken negative Glaubenssätze dahinter. Gedanken oder Sätze, die noch aus deiner Kindheit stammen. Du hast sie von deinen Eltern oder deinem Umfeld übernommen und sie halten dich unnötig klein.

Es ist gut wenn du dich wichtig nimmst und dir erlaubst, mit mehr Selbstfürsorge dein Leben zu gestalten. Du darfst dich entscheiden, wie wichtig du dich nimmst und wie gut du auf dich achtest. Dies liegt allein in deiner Hand.

 

Tipp Nr. 5: Dein Körper zeigt dir, wann du mehr Selbstfürsorge brauchst

Unser Körper ist unschlagbar, wenn es darum geht, uns zu zeigen was wir wirklich benötigen. Hinter jedem Schmerz steckt eine Warnung unserer Seele. Den Körper ins psychologische Gespräch mit einzubeziehen, ist so wertvoll. Es ermöglicht uns einen neuen Zugang zur Seele. Wie oft achten wir unsere Grenzen nicht und überfordern uns. Dies geht so lange gut, bis unsere Seele sagt, dass es genug ist. Meistens hören wir ihre leise Stimme jedoch nicht. Vor allem, wenn wir uns nicht gewohnt sind, achtsam durchs Leben zu gehen.

Ich stelle mir vor, wie die Seele dann zum Körper sagt: Auf mich hört sie nicht, übernimm du diese Aufgabe. Schick ihr Schmerzen, sodass sie nicht mehr anders kann, als auf mich zu hören. Der Körper übernimmt danach diese Aufgabe. Doch was passiert? Wir decken die Schmerzen mit Medikamenten zu. Also muss sich der Körper mehr ausdenken. Er schickt verschiedene Arten von Schmerzen, Unwohlsein und Schwäche, bis wir irgendwann nicht mehr anders können, als darauf zu achten, was in unserem Leben schief läuft.

Fühlst du dich ertappt?

Geht es dir auch oft so, dass du zu viel arbeitest, dir zu wenig Ruhe und Zeit für dich gönnst? Wir alle tun das immer wieder. Doch je mehr du auf dich achtest und dir antrainierst, auf dich und deinen Körper zu hören, desto rascher wirst du erkennen, wann du dir Zeit für dich nehmen darfst. Durch die Arbeit mit unserem Körper gelingt es uns rasch zu erkennen, was wir gerade brauchen. Ich erlebe dies oft in der körperzentrierten psychologischen Beratung. Der Vorteil von uns Frauen ist, dass wir vieles wahrnehmen und spüren. Dies hilft uns, den Zugang zu unserem Körper leichter zu finden.

Diese 5 Tipps verhelfen dir zu mehr Selbstfürsorge. Schreib mir gerne, was dich am meisten unterstützt und was du für dich umsetzten möchtest. Denke immer daran: Sei gut zu dir.

Alles Liebe,

Melanie