So überwindest du deine Zurückhaltung –  In 5 Schritten zu mehr Mut und Selbstsicherheit


Ich möchte dir dazu eine kleine Geschichte erzählen. Ein Mädchen nennen wir sieLisa, hat grosse Probleme in der Schule. Das Problem ist nicht, dass sie nichtfleissig genug ist oder dass sie kein Interesse daran hat, etwas zu lernen. DasGegenteil ist der Fall, sie gibt sich grosse Mühe und möchte alles so perfektwie möglich machen. Doch irgendwie findet sie den Anschluss nicht. Sie fühltsich anders als die anderen Kinder, sie ist sehr leise und spricht nicht viel.Dazu ist sie auch noch sehr sensibel und fühlt sich oft überfordert, von allemwas um sie herum geschieht. Die Lehrer finden, sie sollte mehr mitmachen, sichim Unterricht öfter melden und aktiver sein. Dies verunsichert sie noch mehrund sie überlegt sich immer sehr genau, wann und wie sie etwas sagt. So wächstsie langsam zu einer jungen Frau heran. Sie traut sich immer ein bisschen mehrzu, ist jedoch nach wie vor, sehr zurückhaltend. Lisa weiss, dass ihreSchüchternheit sie an vielem hindert. Doch wie soll sie dies verändern? Esärgert sie manchmal, wenn andere Menschen sie eigenartig anschauen, weil sie soleise spricht. Sie ahnt bereits, wie schön es wäre, wenn sie nur etwas lauterund deutlicher sprechen könnte, sodass die anderen nicht mehrmals nachfragenmüssten, weil sie nur die Hälfte verstehen. Doch sie kann einfach nicht ausihrer Haut. Sie ist nun einmal so, wie sie ist und findet sich damit ab.

Wie geht es dir, wenn du diese Geschichte hörst? Erkennst du dich darin wieder? Hast du dich dabei ertappt, wie du bei dem ein oder anderen Satz zustimmend genickt hast, weil du dies genauso oder ähnlich erlebt hast?

Ich weiss sehr gut, wie sich Lisa fühlt. Die Geschichte von Lisa, ist meine Geschichte. Bis auf den letzten Satz. Denn ich habe mich nicht damit abgefunden, so schüchtern und zurückhaltend zu sein. Ich wusste, dass ich meine Zurückhaltung überwinden will und alles dafür geben möchte, dieses Ziel zu erreichen. Mein starker Wille hat mich dabei sehr unterstützt. Das muss bei dir nicht genauso sein. Doch die Sehnsucht nach Veränderung und die Bereitschaft, alles Notwendige dafür zu tun, muss vorhanden sein. Damit du noch klarer für dich erkennen kannst, ob du eine schüchterne und zurückhaltende Person bist oder eher introvertiert und leise, lies unterhalb mehr dazu.

Merkmale einer zurückhaltenden und einer leisen Person

Eine zurückhaltende und schüchterne Person ist jemand…

  • der sich nicht traut, fremde Menschen anzusprechen
  • der jedoch auch den Kontakt zu Bekannten vermeidet und sich gerne zurückhält
  • den es sehr grosse Überwindung kostet, seine Meinung zu sagen
  • der sich gerne in sein Schneckenhaus zurückzieht, wenn es darum geht vor anderen zu sprechen
  • der sich verschliesst und oft zurückzieht, um den Kontakt mit anderen zu vermeiden
  • der in der Regel gerne mehr Kontakt zu anderen Menschen hätte, doch die Angst davor ist zu gross
  • der eher ängstlich ist und sich vor neuen Aufgaben fürchtet

Eine leise Person ist jemand…

  • der introvertiert ist und Kraft aus seinem Innern bezieht
  • der viel Zeit für sich braucht, um seine Batterien aufzuladen
  • der sich traut seine Meinung zu sagen, jedoch gut überlegt, was er/sie sagt
  • der gut und gerne zuhört und mitfühlend ist
  • der aufmerksam beobachtet und vieles wahrnimmt
  • der sehr reflektiert ist und über vieles lange nachdenkt
  • der vorsichtig ist und wenig Risiken eingeht

Das haben sie gemeinsam

Genauso wie leise Menschen, sind auch schüchterne und zurückhaltende oft introvertierte Persönlichkeiten. Dies bedeutet, dass sie ihre Kraft und Energie aus ihrem Innern beziehen. Wogegen extrovertierte Personen, ihre Energie von aussen, sprich vom Umgang mit anderen Menschen beziehen. Kontakt mit anderen Menschen, vor allem wenn dieser über mehrere Stunden andauert, ist für introvertierte Menschen oftmals sehr ermüdend. Hierbei kommt es auch noch darauf an, wie gut sie die jeweilige Person kennen. Bei sehr vertrauten Menschen, die ihnen gut tun, bleibt die Energie höher, als wenn dies Menschen sind, die ihnen nicht vertraut oder gar unsympathisch sind. Es gibt bei den Introvertierten, wie auch bei den Extrovertierten verschiedene Abstufungen.

Da gibt es z.B. schüchterne Extrovertierte, die mit der Zeit ihre Schüchternheit ablegen konnten. Sie entwickeln gute Sozialkontakte und fühlen sich dennoch oft einsam und isoliert. Dies geschieht, weil sie ihre hoch entwickelten sozialen Fähigkeiten nicht in Übereinstimmung mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen leben können. Umgekehrt gibt es nicht-schüchterne Introvertierte, die sich wohl in der Gesellschaft von anderen Menschen fühlen, doch sie ermüden rasch und brauchen wieder Zeit für sich, um neue Kraft und Energie zu tanken.

Ich bin davon überzeugt, dass wir uns nie eine Schublade stecken lassen sollten. Diese Beispiele sollen lediglich dabei helfen zu erkennen, welche Tendenz man hat. Doch jeder Mensch ist so einzigartig, dass noch viel mehr Dinge einen Einfluss auf unsere Persönlichkeit nehmen. Ich bin mir sicher, dass jeder der den festen Entschluss gefasst hat, etwas an sich zu verändern, dies auch schafft. Das heisst, wenn du jetzt spürst, dass du nicht einfach «nur» eine leise Person bist, sondern dass dich deine Schüchternheit und Zurückhaltung daran hindert, zu der Person zu werden, die du sein möchtest, dann kannst du dies auch verändern. Manchmal gelingt dies ohne Unterstützung, manchmal ist eine passende Begleitung sehr hilfreich und führt auf dem schnellsten Weg zum Ziel.

Folgende Schritte helfen dir dabei, deine Zurückhaltung zu überwinden

  1. Wie oben bereits erwähnt, ist der erste Schritt, deine klare Entscheidung. Du darfst dich dazu entscheiden, dass dein Leben ab heute anders verläuft. Dies bedeutet nicht, dass es sich sofort verändert. Doch ohne deine kraftvolle Entscheidung geschieht nichts und du lebst so weiter, wie du dies bis jetzt getan hast. Daran ist auch nichts verkehrt. Solange bis du in dir spürst, dass du mehr möchtest und du dies, so wie du jetzt bist nicht erreichst. Dann ist es definitiv Zeit für eine glasklare Entscheidung.

  2. Überlege dir, weshalb du deine Zurückhaltung überwinden möchtest. Was ist möglich und wie verändert sich dein Leben, wenn du nicht mehr schüchtern bist? Lass diese Frage auf dich wirken und lass dir Zeit bei der Beantwortung. Dies ist nichts, dass du von heute auf morgen beantworten musst, wenn du mehr Zeit brauchst, ist das in Ordnung. Doch lass diesen Schritt nicht aus. Er ist so wichtig, damit du dein Ziel erreichst.
  • Hol dir die notwendige Unterstützung. Erzähl einer lieben Freundin von deiner Idee und sag ihr, wie sie dich dabei unterstützen kann oder fast noch besser ist es, wenn du dir professionelle Unterstützung suchst. So erreichst du dein Ziel auf dem einfachsten und schnellsten Weg. Ich begleite dich sehr gerne auf deinem Weg in ein selbstsicheres Leben voller Selbstvertrauen und Mut.
  • Glaube an dich. Es wird nicht alles beim ersten Mal funktionieren. Bleib dabei und wenn du fällst, steh auf, richte deine Krone und geh weiter. Aus jedem Missgeschick lernst du und entwickelst dich weiter. Nur so wirst du immer selbstbewusster und traust dir mehr zu. Du schaffst das, da bin ich mir sicher. Unterstütze dich selbst mit positiven Affirmationen. Finde Sätze, die dich ermutigen und stärken. Wichtig ist, dass du täglich damit arbeitest. Sprich dir selbst gut zu und sag dir, dass du mutig und selbstsicher bist.
  • Feier auch die kleinen Erfolge und belohne dich dafür. Denke dir, je nachdem wie viel Überwindung dich etwas kostet, grössere oder kleinere Belohnungen aus. Dies muss nicht immer etwas kosten. Belohne dich mit einem schönen Spaziergang an deinem Lieblingsort oder gönn dir ein wohltuendes Schaumbad. Vor allem, schau nicht immer auf das, was du noch nicht geschafft hast. Konzentriere dich auf all das, was du bis jetzt erreicht hast und wie mutig du vorangehst. Sei stolz auf dich!  

Wenn du dies für dich anwendest, wirst du dich immer mehr von der schüchternen und zurückhaltenden in die mutige und selbstsichere Frau verwandeln, die du sein möchtest. Lass dir die Zeit, die du dafür brauchst und such dir Unterstützung, wenn du nicht weiterkommst. Denn da wartet noch so viel mehr im Leben auf dich, das gelebt, erfahren und genossen werden möchte. Halte dir dein Ziel immer vor Augen, damit du motiviert dranbleibst und dir bewusst ist, was alles möglich sein kann, wenn du dein Ziel erreicht hast. Ich wünsche dir den Mut, deine Grenzen immer wieder zu erweitern, sei es dir wert.