Die Angst vor Ablehnung ist eine der häufigsten Ängste. Hier erfährst du, wie diese Angst entsteht und was du effektiv dagegen tun kannst. Es gibt einen Weg, der dich dauerhaft von deiner Angst befreit. Welcher das ist, erfährst du gleich.

 

Deshalb hast du Angst vor Ablehnung

Stellst du dir oft Fragen wie: Was denkt sie jetzt von mir, wenn ich ihr Absage? Wird er mich verurteilen, wenn ich meine Meinung sage? Möchte er oder sie, dann nichts mehr mit mir zu tun haben? Wie dies so ist, dann hast du Angst vor einer Zurückweisung. Dahinter steckt die Annahme, dass andere schreckliche Dinge von dir denken und du damit nicht umgehen könntest. Somit fühlst du dich, als könntest du im schlimmsten Fall nicht überleben, wenn diese oder jene Person dich ablehnt oder verurteilt.

Natürlich ist das nicht der erwachsene Anteil in dir. Dieses Gefühl, dass wir eine Ablehnung nicht überleben, stammt aus unserer Kindheit. Dazumal hatte es tatsächlich schlimme Folgen, wenn wir von unseren Eltern abgelehnt wurden. Gerade als kleines Kind, waren wir nicht in der Lage alleine zu überleben und die Angst vor Ablehnung ist demnach berechtigt. Jeder strafende Blick oder jede Zurechtweisung empfanden wir als Gefahr. Auch du, konntest früher noch nicht unterscheiden, ob eine echte Gefahr drohte oder ob dies einfach nur eine kleine Bestrafung war, weil du z.B. den Geschirrspüler nicht ausgeräumt hast. Je nachdem, wie stark deine Eltern dich kritisierten oder wie sensibel du bist, fühlte es sich für dich sehr bedrohlich an und hat dich in dem Moment überfordert.

 

Der Unterschied zu früher

Nun bist du jedoch nicht mehr das kleine Kind, sondern Erwachsen. Als Erwachsene, sind wir nicht mehr in dem Masse abhängig von anderen. Wir können gut für uns selbst sorgen. Doch ein Teil in dir, steckt noch in der Vergangenheit fest, wenn du Angst vor Ablehnung hast. Dieser Anteil ist dein jüngeres Ich, das Mädchen, das du einmal warst. Das nach wie vor Angst vor Zurückweisung hat und dem aus dem Weg gehen möchte, indem es nicht zu sich steht und sagt was es wirklich denkt. Dieses Mädchen erkennt nicht, dass du längst erwachsen bist und gut für dich sorgen kannst. Deshalb darfst du ihr klarmachen, dass sie keine Angst mehr vor Ablehnung zu haben braucht, da du jetzt auf dich achtest.

 

Warum ist es dennoch so schwer, die Angst vor Ablehnung zu überwinden?

Es ist deshalb schwer, weil du das Kind in dir mit negativen Selbstgesprächen klein hältst. Die Kritik deiner Eltern oder deines Umfelds von früher, hast du ungefiltert übernommen. Du wirfst dir heute dieselben oder ähnlichen Worte an den Kopf, die sie früher zu dir sagten. Anstatt dir selbst Mut zu machen, stärkst du dein negatives Selbstbild. Indem du dich heute fragst, was denkt der oder die von mir? Wie komme ich gut an? Verunsicherst du dich. Dies hemmt dich und stärkt deine Angst vor Ablehnung. Somit bist du ständig damit beschäftigt, was andere denken könnten und wie sie die Dinge, die sie sagten, wirklich gemeint haben. Du suchst somit nach Hinweisen für eine erneute Ablehnung, weil du sie bereits erwartest.

Dies geht einher mit der Versagensangst und der Angst nicht zu genügen. Denn dein Selbstbild ist geschwächt und du erkennst nicht, wie wertvoll du bist. Indem du dir selbst immer wieder gesagt hast, dass du nicht genügst, versagst und es nicht auf die Reihe kriegst, verstärkt sich der negative Kreislauf. Es wird immer schwieriger, dich davon zu lösen und ein positives Selbstbild aufzubauen. Durch das es dir schwerfällt deine Bedürfnisse, Wünsche und Meinungen zu äussern, schwächst du deine Selbstachtung. Damit du an diesem Punkt nicht stecken bleibst, möchte ich dir nun zeigen, wie du deine Angst vor Ablehnung überwindest.

 

Stärke dein Selbstwertgefühl und überwinde damit deine Angst vor Ablehnung

Indem du lernst dich so zu akzeptieren, wie du bist, stärkst du dein Selbstbild. Wenn du erkennst, wie viel Gutes du in dir trägst und mit welchen Begabungen und Fähigkeiten du gesegnet bist, mindert sich deine Angst vor Ablehnung. Stoppe Gedanken, die dich klein halten. Lass nicht länger zu, dass du dich selbst kritisierst. Denn das Kind in dir, wünscht sich, dass du ihm Mut machst. Dies gelingt dir, indem du deinen Wert erkennst und positiv über dich denkst. Wenn du gut von dir denkst und dir genügst, bist du nicht länger abhängig von den Meinungen und Sichtweisen anderer. Dann kannst du frei sein, zu dir stehen und so leben, wie du es für richtig hältst. Denk daran, dass du als Erwachsene nicht länger auf jemanden angewiesen bist.

Niemand ist perfekt, jeder Mensch hat Schwächen und macht Fehler. Wichtig ist nur, dass du deinen Wert nicht länger davon abhängig machst, wie gut oder schlecht du etwas tust. Dein Wert wird durch nichts verringert. Du bist wertvoll und gut so wie du bist. In der Beratung können wir genau darauf schauen, was du über dich denkst, wo es versteckte negative Glaubenssätze gibt und wie du diese in positive und stärkende Sätze umwandelst, die dein Selbstwertgefühl stärken. Wenn du bereit dafür bist, melde dich gerne bei mir.

Eine Übung zur Stärkung deines Selbstwertgefühls

Falls du zuerst einmal alleine dein Selbstwertgefühl stärken möchtest, empfehle ich dir folgende Übung:

  • Finde heraus, welche negativen Gedanken du täglich über dich denkst. Schreib sie dir auf. Finde danach für jeden Gedanken den du aufgeschrieben hast, einen positiven Satz. Dieser Satz sollte so sein, dass du ein wenig daran glauben kannst, also schreib nichts auf, das du für unmöglich hältst.
  • Nimm nun die positiven Sätze und Gedanken und schreib sie nochmals auf ein schönes Blatt Papier. Tobe dich kreativ aus, nimm deine Lieblingsfarben, schneide Bilder aus, die dazu passen etc. Es soll schlussendlich so aussehen, dass du jederzeit gerne einen Blick darauf wirfst.
  • Denn das kannst du von heute an tun, um dein Selbstwertgefühl effektiv zu stärken. Leg dir deine schön gestalteten Blätter oder Karten auf deinen Nachttisch, kleb sie an den Badezimmerspiegel oder an die Wand oberhalb deines Schreibtischs. Nimm einen Ort oder mehrere, an denen du oft vorbeiläufst. Sodass du nicht extra daran denken musst. Jedes Mal, wenn du daran vorbeiläufst, sprich den Satz laut aus und spüre nach, wie sich dieser Satz auf deinen Körper und deine Gefühle auswirkt. Tauche ein, in die guten Gefühle und lass sie einen Moment auf dich wirken. Lass dir Zeit dabei und denke daran, dass wir mind. 21 Tage brauchen, bis wir diese Gedanken richtig aufgenommen haben, daran glauben und es für uns normal ist, so über uns selbst zu denken.

 

Wichtig ist nur, was du über dich denkst

Das Ziel ist, dass du selbst so gut über dich denkst und deinen wahren Wert erkennst, sodass es dir egal ist, was andere über dich denken. Wichtig ist nur, dass du weisst, wer du bist, denn das genügt vollkommen. Denk daran, du entscheidest, wie wertvoll und liebenswert du bist. Niemand anderes.
Schreib mir gerne, wie es dir mit der Übung ergangen ist und was du aus dem Artikel für dich mitnimmst.

Zum Abschluss möchte ich dir gerne noch einen Artikel ans Herz legen, der dich dabei unterstützt dich selbst anzunehmen, Selbstakzeptanz: In 3 Schritten zur Selbstannahme.

Möchtest du eine gutes E-Book in den nächsten Urlaub mitnehmen, dass deinen Selbstwert und dein Vertrauen in dich stärkt? Dann ist, der sanfte Weg zu mehr Selbstvertrauen, etwas für dich.