Wenn du wissen möchtest, wie du deine Angst und Panik mildern kannst, musst du wissen, was dazu führt, dass sie sich verstärkt. In diesem Artikel zeige ich dir, was dazu führt, dass Angst und Panik stärker werden und was du dagegen tun kannst.

Punkt Nummer 1 – Angstvolle Gedanken

Der erste Punkt, der dazu führt, dass sich deine Angst und Panik verstärkt, sind angstvolle Gedanken. Du kennst das bestimmt auch, du musst eine Aufgabe oder eine Situation bewältigen, die dir Angst macht. Du stehst kurz davor und spürst, wie sich die angstvollen Gedanken verstärken. «Was ist, wenn ich das nicht schaffe? Wie soll ich das bewältigen? Ich schaffe das einfach nicht. Meine Angst ist viel zu gross. usw.» Dies führt dann natürlich dazu, dass Angst und Panik noch stärker werden und du immer mehr das Gefühl hast, nichts mehr unter Kontrolle zu haben. Auf Grund deiner Gedanken schalten sich nun auch unangenehme Körpersymptome ein. Du zitterst, dein Herz schlägt wie wild, dir wird übel und schwindlig. Und schon steckst du mitten in einer Panikattacke. Wie schaffst du es nun, dass es erst gar nicht soweit kommt?

 

So steigst du aus dem Kreislauf aus

Was dir am meisten hilft, eigentlich egal bei was, ist achtsam zu sein. Je klarer du erkennst, was in dir vorgeht, desto leichter kannst du eingreifen. Du hast wieder die Kontrolle und bist dem Ganzen nicht mehr hilflos ausgeliefert. Plötzlich hast du es in der Hand, ob es zu starker Angst und Panik kommt oder nicht. Natürlich braucht dies Übung und geschieht nicht von heute auf morgen. Doch stell dir einmal vor, wie gut es sich anfühlt, wenn du dieses Ziel erreichst.

Wie machst du dies nun? Indem du dich vorbereitest. Gerade wenn du vor einer Herausforderung stehst, halte einen Moment inne und sei ganz achtsam, wie es dir gerade geht. Du weisst, dass du etwas machen wirst, vor dem du dich fürchtest und das wahrscheinlich der eine oder andere angstvolle Gedanke auftaucht. Was du jetzt tun kannst ist, dass du tief durchatmest und dir Mut zusprichst. Sag dir selbst, dass du diese Herausforderung meistern wirst und alles in dir trägst, was du benötigst. Schenk dir selbst Sicherheit, indem du liebevoll mit dir sprichst und dir Mut machst.

Bleib während der bevorstehenden Herausforderung immer in einer beobachtenden Haltung. Nimm wahr, wenn sich angstvolle Gedanken zeigen und reagiere sofort darauf, in dem du tief durchatmest und liebevoll mit dir sprichst. Denke daran, dass du alles in dir trägst, um die Situation zu bewältigen und dass es viel leichter geht, wenn du achtsam und wertschätzend bei dir bist. Wenn es doch soweit kommt, dass sich Körpersymptome zeigen, dann nimm auch diese wahr und atme einfach weiter. Bleibe achtsam dabei und lass es zu. Es wird nur schlimmer, wenn du dich reinsteigerst und es bekämpfst. Gehe so mit dir um, wie dies ein lieber Mensch tun würde und sprich auch so mit dir.

 

Punkt Nummer 2 – Dem Körper zu viel Aufmerksamkeit schenken

Vielleicht kennst du dies auch. Deine Angst und Panik können sich ins unermessliche steigern, wenn du ständig darauf achtest, wie sich dein Körper anfühlt. Achtsam sein und auf den Körper zu achten ist etwas anderes, als jede Regung deines Körpers negativ zu bewerten. Ich weiss, dass dies nicht einfach ist. Früher habe ich selbst darunter gelitten und es fiel mir schwer, nicht sofort in Panik zu geraten, wenn ich mich unwohl fühlte.

Doch dies hilft dir einfach nicht und da ich dich bestmöglich unterstützen möchte, muss ich dies hier so deutlich sagen. Denn sobald du immer auf der Hut bist und ständig darauf achtest, wo dich etwas schmerzt oder was sich in deinem Körper verändert, wirst du immer wieder in Panik geraten. Deshalb ist es wichtig, dass du lernst deinem Körper zu vertrauen. Du musst nicht alles kontrollieren, lerne loszulassen. Wie du dies angehst, erzähle ich dir jetzt.

 

Lass los und vertraue, damit keine Angst und Panik entsteht

Lerne deinem Körper zu vertrauen. Wenn sich ein unangenehmes Symptom zeigt, nimm es an. Versuche dich zu beruhigen, indem du genau das machst, was dir in dem Moment guttut. Unterstütze dich und arbeite nicht gegen dich. Lege deine Hand auf die schmerzende oder unangenehme Stelle und atme dort hinein. Spüre die beruhigende Wärme, die von deiner Hand ausgeht und sag dir selbst, dass alles gut ist. Hab Vertrauen in deinen Körper und dass er richtig funktioniert.

Natürlich solltest du auf lange Sicht herausfinden, was zu deinen Körpersymptomen führt, doch im ersten Schritt, kannst du einfach wahrnehmen was sich zeigt und es so annehmen, wie es ist. Alles andere verstärkt deine Körpersymptome und somit auch deine Angst und Panik. Spüre wie sicher du auf dem Boden stehst und stelle somit einen guten Kontakt zu deinem Körper her. Denn genau so, wie du dir auf Grund der Symptome noch mehr Angst machen kannst, so kannst du auch spüren, wie du dir über deinen Körper etwas Gutes tun kannst. Lass ein wenig los und hab vertrauen.

 

Punkt Nummer 3 – Unwissen

Wenn du genau weisst, wie deine Angst und Panik ablaufen, kannst du frühzeitig darauf reagieren. Dazu möchte ich dir ein Zitat mit auf den Weg geben, dass meine Aussage unterstützt.

Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.
– Marie Curie –

Meiner Meinung nach, ist es zumindest so, dass man es weniger fürchtet. Wenn du deine Angst und Panik kennst, fällt es dir viel leichter, richtig darauf zu reagieren. Dazu gehört auch, dass du die Trigger kennst, die zu grosser Angst oder Panikattacken führen. Wenn du dich schon lange mit deiner Angst auseinandersetzt, bin ich mir sicher, dass du schon recht genau weisst, was zu deinen Panikattacken führt. Jetzt geht es darum, dass du dir dies bewusst machst und achtsamer im Umgang mit deiner Angst und Panik bist. Wie du deine Angst noch besser kennen und verstehen lernst, zeige ich dir jetzt.

 

Eigene dir Wissen über deine Angst und Panik an

Lerne deine Angst und Panik in der Tiefe kennen. Setz dich richtig damit auseinander. Und zwar nicht nur indem du darüber liest oder mit anderen sprichst. Lerne deine persönliche Angst kennen. Verstehe, weshalb sie auftaucht, wie sie sich ankündigt, welche Symptome sich zeigen, welche Gedanken usw. Zeig Interesse, nimm deine Angst und Panik wahr. Das hat sie nämlich gern. Nichts ist schlimmer, als wenn du sie ignorierst und dich abwendest. Denn es gibt ja einen Grund, weshalb sie da ist.

Deshalb geh offen mit ihr um. Sprich mit ihr. Auch wenn sich dies am Anfang blöd anhört und sich wahrscheinlich auch blöd anfühlt. Probiere es aus. Wie heisst es doch so schön: «Probieren geht über Studieren». Sei neugierig was sich zeigt und was du alles entdeckst. Dadurch wendest du dich ihr zu und schenkst ihr Aufmerksamkeit. Keine Angst, Aufmerksamkeit an sich ist nichts Schlimmes. Solange du sie dazu nutzt, um etwas über dich und deine Angst und Panik zu lernen.

 

Punkt Nummer 4 – Ablehnung

Was du ablehnst oder wogegen du ankämpfst, das verstärkt sich. Du löst deine Angst nicht, indem du sie ignorierst oder ablehnst. Im Gegenteil. Es gibt einen Grund, weshalb du Angst oder Panik hast. Höre der Angst zu. Nimm sie ernst. Erst dadurch kann sie sich lösen. Jedoch nie, wenn du sie ablehnst. Das ist wie wenn du eine körperliche Erkrankung hättest und sie einfach nicht wahrhaben willst. Du machst alles genau gleich wie davor, auch wenn dein Arzt dir sagt, dass du dir mehr Sorge tragen musst und gewisse Dinge nicht mehr machen sollst.

Was geschieht, wenn du es trotzdem machst? Die Symptome werden sich höchstwahrscheinlich verschlimmern. Wodurch du noch eingeschränkter bist, als wenn du davor auf den Arzt gehört hättest. Genau so verhält es sich auch mit deiner Angst und Panik. Wenn du sie ablehnst, wird sie Wege und Möglichkeiten suchen, um sich bemerkbar zu machen. Häufig geschieht das dann über den Körper. Dir ist schwindlig, übel, dein Herz rast usw. Deshalb geh so wertschätzend mit dir um, dass du zumindest versuchst, die Angst nicht länger abzulehnen, sondern anzunehmen. Ich unterstütze dich sehr gerne dabei, wenn du dies möchtest.

 

In Kontakt mit deiner Angst und Panik

Komme in einen wertschätzenden und liebevollen Kontakt mit deiner Angst. Bis anhin bist du wahrscheinlich wie die meisten, eher ablehnend mit deiner Angst und Panik umgegangen. Dies ist absolut verständlich. Denn sie ist ja unangenehm und ich kenne niemanden, der sie lieber nicht in seinem Leben hätte. Doch ich weiss auch, dass es Gründe dafür gibt und dass es nichts hilfreicheres gibt, als wenn du erkennst, welche das sind und wie du dich selbst unterstützen kannst.

Es hilft dir nicht, wenn du deine Angst ablehnst. Im Gegenteil verstärkt es sie nur. Deshalb komme in Kontakt mit ihr und lerne sie besser zu verstehen. Gehe nicht mit dem Gedanken an sie heran, dass du sie schnellstmöglich weghaben willst, sondern sei so neugierig wie ein Kind, das etwas Neues entdeckt. Entdecke wie deine Angst und Panik abläuft und beobachte sie. Und dann lerne sie immer besser kennen und verstehen.

 

Punkt Nummer 5 – Flucht

Zu guter Letzt trägt die Flucht vor der Angst dazu bei, dass sie sich verstärkt. Du vermeidest Situationen, die dir Angst machen. Das schlimme daran ist, dass sich dadurch deine Angst munter ausbreitet, bis du immer weniger und weniger machen kannst. Ich bin absolut kein Fan der klassischen Verhaltenstherapie. Doch ich stimme dem zu, dass es Sinn macht dich der Angst auszusetzen, um sie zu überwinden. Jedoch nicht gleich zu Beginn. Mir ist sehr wichtig, dass du verstehst weshalb ich so denke. Das einzige was du dadurch erreichst, ist die komplette Überforderung. Und dann geht gar nichts mehr und du stehst wieder am gleichen Punkt wie zu Beginn. Was du stattdessen zuerst tun solltest, erfährst du jetzt.

 

Entwickle Selbstmitgefühl, um dich danach deiner Angst und Panik zu stellen

Damit du dich deiner Angst und Panik stellen kannst, ist es notwendig Selbstmitgefühl zu entwickeln, um dich nicht zu überfordern. Denn das Ziel sollte sein, dass du dich immer mal wieder herausforderst, dich jedoch keinesfalls überforderst. Dies wäre kontraproduktiv. Entwickle zuerst Selbstmitgefühl, bevor du dich deinen Ängsten aussetzt. Vielleicht fragst du dich jetzt, was Selbstmitgefühl sein soll und wie es dich bei Angst und Panik unterstützt. Kristin Neff hat dies in folgendem Zitat super beschrieben: «Selbstmitgefühl ist die Fähigkeit, in den Momenten in denen wir leiden, für uns selbst zu sorgen, wie wir es für einen geliebten Menschen tun würden. Zu Selbstmitgefühl gehören ein liebevoller Umgang mit sich selbst, ein Gefühl der menschlichen Zusammengehörigkeit und Achtsamkeit.»

Wenn du liebevoll mit dir umgehst, erkennst du auch, wann dich etwas überfordert. Dadurch kannst du frühzeitig die Bremse ziehen und vielleicht kleinere Schritte gehen, um dich deinen Ängsten zu stellen. Selbstmitgefühl befähigt dich dazu, in einem Moment des Leidens und der Angst liebevoll für dich zu sorgen. Ebenso stärkt es deinen Wunsch und gibt dir Motivation, dich deinen Ängsten Schritt für Schritt zu stellen. Und während du dich ihnen stellst, mit Achtsamkeit und Mitgefühl bei dir zu bleiben. Sodass die Herausforderung nicht zu einer Überforderung wird. Dieser Weg ist für mich der einzig richtige, um nachhaltig an deinen Ängsten zu arbeiten und sie zu verändern.

 

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Alles Liebe und bis bald,
Melanie